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Piemonte

Montagna Verbano-Cusio-Ossola

Bereits der Name erklärt die geografische Lage dieser Region: Piemont (wörtl. übersetzt zu Füßen des Berges) liegt zu Füßen der beeindruckenden Gebirgsketten, in denen sich berühmte Skiorte befinden, wie Sestriere und Bardonecchia im Susatal,  Limone Piemonte, Mondolè Ski, Frabosa Soprana in den Tälern des Bezirks Cuneo.

Die Region ist mit ihren Hunderten Pistenkilometern für Alpinskifahrer und Snowboarder, für alle, die gerne Ausflüge auf Hundeschlitten unternehmen und für Heliski-Fans ein echtes Wintersportparadies

In den meisten Skigebieten kann man von Dezember bis Ende April Skifahren, da dank der Beschneiungsanlagen auch in den Jahreszeiten mit geringem Schneefall immer genügend Schnee vorhanden ist. Im Skigebiet Mondolè Ski, mit über 150 km Skipisten, lassen sich zahlreiche Tätigkeiten ausüben, von Alpinskisport über Nordic Walking, Eislaufen bis zu Schneeschuhwandern, auch die Kleinsten können hier aktiv sein. 

Nicht weniger bedeutend und umfassend ist das Sommersportangebot: Sportklettern, Rafting, Rudern, Canyoning, Tennis, Golf, Wandern und Bergsteigen, Kajakfahren, Hängegleiten, Reiten, Mountainbiken. 

Für Ausritte in die gesamte Region stehen auch zahlreiche Reiterhöfe und Reitschulen zur Verfügung. Golfer werden von den zahlreichen Golfzirkeln begeistert sein.  Insgesamt haben sich 20 Zirkeln unter einem einzigen Markennamen zusammengeschlossen: „Green Team", um der Golfwelt die verborgenen Schätze dieser Region zu zeigen. Golfbegeisterte können sich am 9-Lochplatz Pratonevoso und am Übungsplatz, der auch nachts beleuchtet ist, versuchen oder sich mit Gleichgesinnten am 18-Lochplatz des  Golf Clubs Cuneo messen. Für Freunde des Gleitschirmfliegens gibt es zwei Startstellen, die ganzjährig in Betrieb sind: der  Monte Moro auf 2900 Meter Seehöhe und Malanotte, nahe der majestätischen Ostwand des Monte Rosa.

Die Kleinen finden Spaß und Unterhaltung in den ganzjährig geöffneten neuen Vergnügungsparks, wie Frabolandia, Pratolandia und Giocomondo, im Becken der Monregalese-Täler.

Parco Alpi Marittime

Im Herbst verwandeln sich die Dörfer in den Hügeln in Urlaubsorte mit Volksfesten, Einkaufsparadiese für Bekleidung (in Mondovicino wurde kürzlich das Mondovicino Factory Outlet eröffnet, eines der größten Italiens mit 106 Geschäften auf einer Fläche von 24.500 m2) und typischem Kunsthandwerk. In diesem Zusammenhang gibt es zwei wichtige Bezugspunkte: Saluzzo für geschnitzte alte Möbeln und Valenza für Goldschmiedearbeiten. Auch in der Nähe von Cuneo gibt es viele handwerkliche Betriebe, wie Kunstglasereien, antiquarische Möbelstücke, und Gastronomiebetriebe mit einheimischer Küche.

Ein Urlaub im Piemont heißt auch den Reiz und die Schönheit der vielfältigen, üppigen Natur dieser aus Wäldern, Naturoasen und Parks bestehenden Region zu entdecken Die Region Piemont hat eine Broschüre mit dem Namen „Percorsi verdi” (Grüne Pfade) herausgegeben, in der viele reizvolle Naturpfade empfohlen werden, die darauf warten, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross entdeckt zu werden.

Seit 1975 wurden per Regionalgesetz 63 Schutzgebiete mit einer Gesamtoberfläche von 160.000 ha errichtet. Darunter die sieben „Heiligen Berge” des Piemont (Crea, Varallo, Orta, Ghiffa, Belmonte, Domodossola und Oropa), die 2003 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden.  

Die Oase von Crava und Morozzo, die zum Sondernaturreservat im Regionalpark des Pesio-Hochtals erklärt wurde, ist eine Abfolge von Wäldern, Wasserspiegeln, Zufluchtsstätten für verschiedene Tierspezies, und Ackerflächen (ganz in der Nähe des Hotels). Oder der Ticino-Park oder das Chisone-Tal im Süden des Susa-Tals mit vielen Wäldern und kleinen Seen, das auch wegen seines großen Skigebiets als „Milchstraße” bekannt ist.

Beeindruckend ist auch der Damm der Reiher in der Gemeinde Palestro an den Ufern des Flusses Sesia, wo der Damm das lombardische mit dem piemontesischen Ufer verbindet.

 

Palazzo Madama a Torino
Palazzo Madama a Torino

Piemont wird auch alle begeistern, die in ihrem Urlaub die Geschichte dieses Landstrichs kennenlernen wollen.  Turin, die Hauptstadt der Region, beherbergt in ihrer Altstadt zahlreiche Denkmäler, die an die mehr als 2000 Jahre alte Geschichte erinnern: die Palatin-Tore, der Dom S. Giovanni aus dem 15. Jahrhundert, der das Grabtuch beherbergt, der Königspalast der Savoia, die Superga-Basilika, die Mole Antonelliana (eines der ältesten gemauerten Bauwerke Europas), das ägyptische Museum, das erste in Europa, mit Funden und Sammlungen der Pharaonen-Kultur vom 17. Jahrhundert bis heute.

Die Stadt ist stolz auf ihre führende Stellung in Europa in puncto Schönheit und Größe der Parks: angefangen bei den Königlichen Gärten im Stadtzentrum, über den Park, in dem der Jagdpalast Stupinigi liegt, bis zum Regionalpark La Mandria, in dem sich der Königspalast von Venaria befindet, und nicht zu vergessen der gesamte Grünstreifen entlang des Poufers.


MONFERRAT ist eine geschichtlich gewachsene Region des Piemont mit nicht klar umrissenen Grenzen, hauptsächlich zwischen den Provinzen Alessandria und Asti gelegen. Die Landschaft ist vorwiegend hügelig mit gewellten Reliefs und hauptsächlich mit Weinreben bepflanzt. Hier werden die bekannten Weine (Barbera, Grignolino, Asti) hergestellt. Tradition und Folklore erwachen jedes Jahr bei zwei Veranstaltungen zum Leben, ein einzigartiges Schauspiel für Touristen:  der Palio von Asti, das älteste Pferderennen Italiens, das immer im September stattfindet, und das „Weinfässer Rollen” in Nizza Monferrato im Mai.  


Die Gegend um Cuneo ist ein Bereich des Piemont mit vielen wunderschönen Landschaften, mit Talschaften,  gesundheitsfördernden Wasserquellen, Naturschutzgebieten und zahlreichen Kunstdenkmälern, die vielleicht weniger bekannt, aber aus religiöser Sicht sehr wertvoll sind. In diesem Gebiet finden sich zahlreiche religiöse Stätten, wie Abteien, Wallfahrtskapellen und Kirchen, die auf den Resten römischer Pfarrkirchen gebaut wurden.   

 

Südwestlich befindet sich das Monregalese-Gebiet mit dem Hauptort Mondovì im Tal des Ellero-Flusses gelegen. Der Ort ist in den oberen, älteren Teil und in den unteren, erst vor kurzem hinzugebauten Teil gegliedert. Generell bieten die Seealpen, das Naturschutzgebiet der Region, Naturliebhabern atemberaubende Schauspiele und Pfade für Ausflüge zu Fuß und mit dem Mountainbike.  Die Wallfahrtskirche Vicoforte ist die wichtigste religiöse Stätte in diesem Bereich, Ziel von Pilgern und wertvolles architektonisches Beispiel des 16. Jahrhunderts mit ihrer gemauerten elliptischen Kuppel, die größte der Welt. Nicht weit von Vicoforte entfernt entlang der ehemaligen Salzstraße liegen die berühmten Höhlen von Bossea, ein wunderschönes Naturgebilde mit karstischem Ursprung.   

 

Frabosa Soprana ist der Skiort der Monregalese-Täler mit ganzjährigem Touristikangebot. Der Ort liegt an den Abhängen des Monte Moro auf 900 Meter Seehöhe zwischen dem Maudagna-Tal und dem Corsaglia-Tal, mitten im Grünen und mit der typischen Ruhe eines Bergdorfs, nur 20 km von der Mautstelle Mondovi entfernt. Die Sesselbahn wurde vor kurzem um die 2er-Gondel „Malanotte-Prel” erweitert, die die Stationen Frabosa und Prato Nevoso verbindet und so die Skischaukel Frabosa entstehen ließ.

 

Verbano-Cusio-Ossola im äußersten Norden des Piemont ist ein Gebiet mit sehr unterschiedlichen Landschaften: Alpentäler, Seen, die letzten Ausläufer der Hügeln der großen Weinanbaugebiete des Piemont.

Lago Maggiore
Lago Maggiore

Das Juwel dieser Provinz ist der Lago Maggiore, der gemeinsam mit dem nahe gelegenen Mergozzo-See und Orta-See faszinierende Schauspiele bietet. Bei einem Bootsausflug lassen sich die Schätze dieses Sees kombiniert mit einem Aufenthalt in den wunderschönen Zentren Verbania, Stresa, Cannobio, Arona, Baveno, Belgirate am besten erkunden


Der Fluss Sesia, der den Naturpark des Sesia-Hochtals (das höchste Naturschutzgebiet Europas) durchquert, gilt bei Kanufahrern, die von April bis November praktisch untrennbar mit dem Fluss verbunden sind, als Naturparadies. Im Sesia-Tal eignen sich fast alle Wasserläufe zum Kanufahren, mit unterschiedlichen Navigationsmöglichkeiten und Schwierigkeitsgraden.  


Die Gastronomie des Piemont  bietet verschiedenste traditionelle Produkte mit internationalem Ruf, wie die Gianduiotti (Haselnuss-Nougat-Pralinen), das Symbol des naschhaften Turins. Die berühmte Schokolade erhielt ihren Namen von der geheimnisvollen Maske Gianduia, als sie zum ersten Mal 1865 am Markt  Caffarel-Prochet-Gay anlässlich des Karnevals eingeführt wurde.


Ein weiteres typisches Produkt ist der Trüffel.  Von Oktober bis Dezember kann man bei einem Ausflug in die Hügel des Monferrat den begehrten Röhrenpilz verkosten. Der weiße Trüffel ist der begehrteste, und diese Sorte findet man nur im Gebiet zwischen Monferrat und Langhe  (Asti und Alba).



Unter den Käsesorten sticht der Castelmagno hervor, dessen Anbaugebiet sich neben der gleichnamigen Gemeinde auch auf die Zentren Pradleves und Montegrosso Grana erstreckt. Der Castelmagno ist ein Hartkäse mit intensivem Geruch und feinstem Geschmack, der durch den vorhandenen Edelschimmel besonders delikat ist.

 

Das Knabbergebäck Grissino, ist ein weiteres typisches Produkt der piemontesischen Tradition, dessen Ursprung auf das Turin des Hauses Savoyen des 17. Jahrhunderts zurückgeht. Man erzählt sich, dass der junge Herzog Viktor Amadeus von Savoyen, der 1713 zum ersten König des Hauses Savoyen gekrönt wurde, wegen eines zu wenig gebackenen Brotlaibs, „ghersa” genannt, den er gegessen hatte, an einer ernsten Lebensmittelvergiftung litt.   Dem Hofbäcker wurde befohlen, ein dünnes, gut gebackenes Brot vorzubereiten und das Mittel erwies sich als wirksam.  Der junge Herzog wurde gesund und die knusprige Brotstange  wurde „ghersin” genannt.


Die Landschaft des Piemont eignet sich von Natur aus für die Herstellung hervorragender Weine, die weltweit bekannt und geschätzt sind. In unzähligen öffentlichen Weinhandlungen kann man Qualitätsweine verkosten und kaufen. Zu den berühmtesten zählen der Barolo, mit dem sich ein hervorragender Schmorbraten in Barolo-Wein zubereiten lässt, und der Barbera.


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