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Liguria

 
Ligurien ist eine faszinierende Region, die der gesamten Familie in jeder Jahreszeit unzählige Entspannungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Aufgrund ihrer geografischen Lage gilt diese Region als Klimaoase. Wir befinden uns hier in einem der günstigsten Mikroklimabereiche des Mittelmeers, mit Winter, in denen sich die Mindesttemperaturen im Schnitt um die 7-8 Grad und die Höchsttemperaturen um die 13-14 Grad bewegen. Auch aus diesem Grund zählt die Region ganzjährig zu den beliebtesten Urlaubszielen für Familien mit Kindern.

Liguria di Ponente, der westliche Teil Liguriens, erstreckt sich von Genua bis Ventimiglia und umfasst die Palmenriviera und die Blumenriviera. In diesem 70 km langen Küstenabschnitt eignet sich das Meer hervorragend zum Tauchen: besonders erwähnenswert entlang der Palmenriviera ist die reizvolle Bergeggi-Insel, mitten im Bergeggi-Meeresschutzpark gelegen. Die Insel ist bekannt dafür, dass sie auch Anfängern gute Tauchmöglichkeiten bietet.  

Beim Stichwort Blumenriviera, denkt man sofort an  Sanremo, die Stadt der Blumen und des Festivals der italienischen Schlagermusik. Das Kennzeichen der Stadt sind die  von steilen Felsen unterbrochenen, breiten Sandstrände, dasselbe Bild, das auch die anderen Küstenabschnitte der ligurischen Riviera bieten, und das hügelige Hinterland, das sich bis wenige hundert Meter  vor das Meer erstreckt und in dem früher hauptsächlich Olivenbäume angepflanzt wurden. Typisch für die Blumenriviera ist das extrem milde Klima mit wenigen Regenfällen und viel Sonnenschein, also ein ideales Urlaubsziel das ganze Jahr über. Insbesondere die Klimazone der Blumenriviera zwischen Sanremo und Mentone weist ganz besondere klimatische Bedingungen auf: geschützt durch die rasch zum Meer abfallenden Seealpen und den Apennin herrscht hier ein sehr mildes Klima.  Aus diesem Grund sind die Beherbergungsbetriebe im Gebiet von Sanremo zwischen  Arma di Taggia und Ventimiglia ganzjährig geöffnet.


SANREMO  ist die wichtigste Klimastation Italiens. Das Klima ist sehr mild im Winter, mit Temperaturen um die 9°C und im Sommer übersteigt die Quecksilbersäule fast nie die 27°C. Eine Stadt mit optimalen Bedingungen für Kinder, dank des Klimas und der unzähligen Unterhaltungsmöglichkeiten, die dieser Landstrich bietet. Die Stadt ist vom Jugendstil geprägt, davon zeugen die Hotels, die prächtigen Villen und das berühmte Kasino.  In der Pigna, der mittelalterlichen Altstadt von San Remo, gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bewundern: Türme und Gebäude aus dem heimischen Stein „Pietra Viva” mit Säulen, behauenen Portalen und Bögen. Sehr beliebt bei den Einheimischen ist der Ciambella-Turm auf der Piazza Eroi. Ausgezeichnete Sportanlagen und ein 18-Loch-Golfplatz garantieren allen, die gerne Aktivurlaub betreiben, Spaß und ein breites Betätigungsfeld. Die kleinen Jachthäfen und Anlegestellen liegen an einer sehr quirligen und grünen Küste, die die ältesten Schätze beherbergt: mittelalterliche Dörfer aus Stein, Wallfahrtskirchen, einzigartige Panoramapunkte und viele Villen, umgeben von Gärten und Parks mit exotischen und jahrhundertealten Pflanzen: zu den bekanntesten zählt die Villa Nobel.


Wirklich eindrucksvoll ist die Straße der Gärten der Riviera, ein Radweg, der von Arma di Taggia bis Ospedaletti führt. Der Abschnitt zwischen Sanremo und Arma di Taggia wird sowohl von Radfahrern als auch von Spaziergängern wegen seiner atemberaubenden Aussicht stark frequentiert, denn es ist der einzige Radweg, steil über dem Meer, der mitten durch einen Park führt, der großteils noch völlig unberührt ist.  

 



An der Palmenriviera, die sich über die gesamte Provinz Savona erstreckt, liegt Andora. Die Stadt ist bequem über die Autobahn A10 Genua-Ventimiglia (die Autobahnabfahrt befindet sich ein paar Kilometer hinter dem Zentrum) oder über die Staatsstraße 1 Aurelia oder über die Bahnlinie  Genua-Savona-Ventimiglia erreichbar. Im Osten, am Eingang der Stadt, liegt der Hafen, der ständig erweitert wird. Andora verfügt auch über zahlreiche Sporteinrichtungen, darunter das erst kürzlich erbaute Radstadion in der Via Marco Polo. Neuer Schwerpunkt im Tourismus des zwischen Meer und Hügeln gelegenen Andora ist die Umwelt, insbesondere die „Oase von Merula” ein Naturschutzgebiet am Fluss Merula, und das  Wal- und Delfinschutzgebiet „Santuario dei cetacei”.
Unter den Wanderwegen sind besonders empfehlenswert der Rundwanderweg auf den Pfaden des Mittelalters, der von Laigueglia duch das Andora-Tal bis Cervo führt – und der Percorso di Mezz’acqua – der den Strandbereich von Andora mit der Kapelle von San Damiano und dem Ortsteil Colla Micheri verbindet und über weitere Wanderwege in das Gebiet der Nachbargemeinde Laigueglia führt. Ein dritter Wanderweg führt in das alte Dorf Rollo und in dessen Olivenhaine.


Folgen wir nun gedanklich dem Wanderweg kommen wir in einen anderen Badeort Laigueglia. Die Stadt ist für ihren Strand, die ruhige Lage als kleines Zentrum und die beeindruckenden Aussichten berühmt. Laigueglia liegt in der „Baia del Sole” (Sonnenbucht), ein geschützter Küstenabschnitt zwischen dem Kap Mele (im Westen) und dem Kap Santa Croce (im Osten). Das ‘Herz’ von Laigueglia ist reich an Geschichte und Tradition und liegt direkt an der Uferpromenade zwischen dem runden Bollwerk, das zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde, und der Bootsanlegestelle, mit traumhaftem Ausblick auf die kolossale, wunderschöne Kirche San Matteo im Hintergrund.   
Die Küche ist für ihre Meeresspezialitäten bekannt: die Zuppa die Capo Mele (Fischsuppe), der junge Zerrofisch (eine Fischart mit dunkelbraunem Rücken), der Meeräsche-Rogen und der in Filets geschnittene luftgetrocknete  Thunfisch.


 

Der Bade- und Urlaubsort Loano besitzt ein ausgezeichnetes gemäßigtes und trockenes Klima dank seiner Lage im Golf, geschützt vor den Winden aus dem Norden. Der wunderschöne, mehr als 2 km lange Strand, eine Mischung aus Sand und Kiesaufschüttung, eignet sich hervorragend zum Spielen für Groß und Klein und für Sportaktivitäten jeder Art, angefangen von Beach Volleyball über Surfen, Segeln bis zum Tauchen. Entlang der Promenade führt ein wunderschöner von Palmen flankierter Spazierweg zur Kirche Madonna di Loreto. Beeindruckend ist auch das historische Zentrum mit seinen Bauten, die häufig mit Fresken und Wandfriesen verziert sind, und den Kunsthandwerksläden, in denen typische Produkte und handgefertigte Erzeugnisse angeboten werden.


Pietra Ligure erhielt seinen Namen von der berühmten Felsenburg mitten im Stadtzentrum. Die Stadt erstreckt sich von der Küste bis ins Grüne, wo sich die Wohnvierteln und der schöne Ortsteil Ranzi befinden.  
Der Sandstrand eignet sich bestens für Familien mit Kindern und das kristallklare Meerwasser lädt zum Tauchen ein. Begibt man sich ins Innere des Maremola-Tals ist ein Ausflug in das alte Ranzi ein absolutes Muss. Verlässt man dann das Dorf und dringt weiter in das Landesinnere ein, überquert man den großen, zum Naturschutzgebiet erklärten Steineichenwald „Ciazze secche". Erwähnenswert ist auch der Botanische Garten der Gemeinde Pietra Ligure in der Ortschaft Trabocchetto.


Finale Marina, Finale Pia und Finalborgo sind die Hauptorte des Gemeindegebiets Finale Ligure. Dieser Landstrich ist wegen des „Pietra di Finale" berühmt, ein Gebilde aus Kalksteinklippen, die bis zu 80 Meter hohe, steil aus dem Meer emporragende Wände bilden und somit diesen Teil Liguriens ganzjährig zu einem bevorzugten Klettergebiet machen, denn auch die Winter sind hier sehr mild. Die Wände kann man auf 600 Pfaden auf einer Gesamtlänge von 50 Kilometern erklimmen.
Die Basilika San Giovanni Battista mit ihrer faszinierenden Innengestaltung ist eines der bedeutendsten barocken Bauwerke in Ligurien. In Finalborgo und Finale Marina findet man zahlreiche Paläste und prächtige Adelsvillen. Hier lassen sich viele Sportarten ausüben, wie Reiten (der Reiterhof auf dem „Manie”-Plateau bietet Ausritte in die Natur an und organisiert Wettrennen und Treffen), Mountainbiken, Segeln, Surfen und Windsurfen. Die schroffen Felsklippen zwischen Finale und Varigotti bieten atemberaubende Aussichten auf die umliegende Landschaft.


Varazze, die letzte Gemeinde in der Provinz Savona bevor man nach Genua kommt, liegt ausgesprochen ideal an der Mündung des Teiro. Sehenswert ist der historische Stadtkern mit den Kunsthandwerksläden und den Adelspalästen. Bemerkenswert sind die Portale aus behauenem Schiefer. In diesem Badeort sind noch die Stadtmauern aus dem 11. Jahrhundert, einige mittelalterliche Türme  und die Fassade der alten Pfarrkirche S. Ambrogio erhalten.
Fährt man von der Küste ins Landesinnere, trifft man auf zahlreiche traditionelle Volksfeste, bei denen man die typischen Produkte, die die Natur hier bietet, verkosten kann: Milch, Käse, Eier, Gemüse und Obst. Varazze ist auch als „Stadt der Frauen” bekannt, denn hier finden besonders viele Initiativen nur für Frauen statt: zum Beispiel das Radrennen Varazze-Sanremo, die weibliche Konkurrenz zum bekannten Radrennen Mailand-San Remo.
Für Aktivitäten am Meer stehen die Einrichtungen des Touristikhafens (Meerestiefe 2-5 Meter) am Ende der Promenade zur Verfügung. Hier kann man sich Motor- oder Ruderboote ausleihen oder Kurse für Wasserskifahren, Segeln oder zum Navigieren von Schiffen bei Unternehmen belegen, die von nationalen Vereinigungen geprüft wurden. Wer gerne reitet, findet im Landesinneren Möglichkeiten für Reitkurse und Hindernisspringen. Mitte November findet der Halbmarathon statt (21 km und 97 Meter).


Moneglia

Die Riviera di Levante (östlicher Teil der Riviera) erstreckt sich von Genua bis La Spezia, an der Grenze zur Toskana. Frühjahr und Sommer sind die besten Jahreszeiten, um die Schönheit dieses Gebietes wirklich genießen zu können. Die Hochsaison dauert hier normalerweise von Ostern bis Oktober.  
Dieser Landstrich wird durch eine ca. 130 km lange, durch Felsvorsprünge stark zerklüftete Küste mit vielen kleinen Buchten geprägt. Hier befindet sich Moneglia (GE), ein Urlaubs- und Badeort, der an einem kurzen Küstenstreifen mit feinsandigem Strand liegt.  

Hier gibt es viele religiöse Orte zu besichtigen, wie die Kirche Santa Croce, die älteste der Stadt, und die Kirche zum Hl. Georg, der ein Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert angeschlossen ist.
Für Sportfans bietet sich Gelegenheit zum Beach Volleyball und Tauchen. Wer gerne Ausflüge ins Grüne unternimmt, sollte sich nach Punta Baffe und Punta Manara (in Richtung Sestri Levante) oder in Richtung Bracco-Pass begeben (Richtung Osten und ins Landesinnere), um auch die Ortsteile Lemeglio, Morteo und San Saturnino kennenzulernen

Allen, die gemeinsam mit der ganzen Familie die Kultur und die Traditionen der ligurischen Fischer kennenlernen wollen, empfehlen wir den Zusammenschluss der Museen des Meeres, ein Projekt, das von MuMa, der Einrichtung Museen des Meeres und der Schifffahrt in Zusammenarbeit mit der Agentur „In Liguria” gefördert wird.   Es handelt sich um 15 Museen, die sich dem Thema Meer und seiner Unterwasserwelt widmen. Empfehlenswert ist die Kinderstadt in Genua, das erste didaktische Zentrum in Italien für Kinder von 2 bis 14 Jahre.  


Die Gastronomie Liguriens ist sehr abwechslungsreich und ausgewogen und beruht auf Zutaten der mediterranen Küche. Zu den typischen Produkten zählt das D.O.P. Olivenöl „Extravergine" , die hausgemachten Nudeln, wie die Trofie (dünne verdrehte Nudeln) mit Pesto und die Ravioli, die gesalzenen Torten und das Fladenbrot (das bekannteste ist die Sardenaira), der Stockfisch „brand de cujin” und das Kaninchen geschmort in Vermentino.


Überall in Ligurien herrscht ein mildes Klima, die vielen sonnigen Tage und die Gestaltung der Landschaft ermöglichen ganzjährig die Ausübung fast jeder Einzel- oder Mannschaftssportart, vom Segeln über Skifahren bis zum Extremsport. Wanderern und Trekkingfans stehen Wanderwege sowohl im Winter (die sich in einigen Berggebieten mit Skialpin und Langlaufen kombinieren lassen) als auch im Frühjahr zur Verfügung. Reiter finden Reitwege mit Panoramablick und Naturpfade höchster Qualität am Höhenweg der ligurischen Berge aber auch viele andere, vor allem im Hinterland, die früher als Verbindungswege zwischen den Dörfern dienten, fernab vom Lärm und der Hektik der Stadt. Begeisterten Radfahrern und Mountainbikern stehen atemberaubende Radwege im Hinterland der Provinz Imperia und entlang der Blumen- und Palmenriviera zur Verfügung.  
Den Tauchbegeisterten bietet die quirlige Unterwasserwelt, reich an Fauna, Flora und Wracks, einzigartige Schauspiele.  Zu den faszinierendsten Orten zählen das Naturschutzgebiet der Insel Gallinara, die drei staatlichen Meeresschutzgebiete Portofino, Bergeggi und Cinque Terre. Die am gesamten Küstenbogen Liguriens gut verteilten Tauchzentren bieten den Tauchbegeisterten zu jedem Zeitpunkt des Jahres Tauchgänge an fast allen Stellen Liguriens. Gut ausgestattete Boote und qualitativ erstklassige Tauchausrüstungen garantieren Sicherheit und Spaß. Die Tauchprogramme sehen Einzeltauchgänge, Doppeltauchgänge, oder Ganztagestauchgänge vor, einige mit Mittagessen an Bord. Bei allen Tauchzentren kann man Lehrgänge und Tauchkurse jeden Grades und mit Zertifizierung buchen.

Monti Liguri

Es gibt zahlreiche Attraktionen für gewöhnliche Wanderer und Trekkingprofis. Besonders erwähnenswert ist der Höhenweg der ligurischen Berge, der Ventimiglia mit Ceparana verbindet – die beiden Enden der Riviera. Der gut markierte Weg verläuft über 440 km über den ligurischen Berggrat des Appennins.

Ligurien bietet auch viele naturwissenschaftlich interessante Gebiete, wie die ligurischen Alpen, der Melogno, die Naturschutzgebiete Finale, Adelasia, Antola, Aveto, die Naturparks Monte Zatta – Bargonasco, Monte Gotterro, Monte Beigua und das Naturschutzgebiet des Vorgebirges von Portofino.


Die Wälder Liguriens,  die seit der Antike als unerschöpfliche Holzreserven für die Werften an der Küste und die Kohlengruben dienen, sind umgeben von Äckern, Weinbergen und Olivenhainen, die seit Jahrhunderten bestellt und deren Früchte zu Wein und Oliven verarbeitet wurden.

Keiner der Berggipfeln Liguriens, die fast alle in Naturschutzgebieten liegen (es gibt insgesamt 23 Naturparks, Naturreservate und den Höhenweg der Ligurischen Berge) erreicht 2000 Meter Seehöhe, mit einer Ausnahme: der Saccarello im Argentina-Tal. Ein Berg mit fast 2200 Meter Seehöhe in nur 40 km Entfernung zum Meer. Sein vielschichtiges geologisches Substrat wird von einer Oberfläche bedeckt, die fast 7 Monate im Jahr zugeschneit ist. Hier kann man Dörfer mit Festungen bewundern, die im Laufe der Jahrhunderte zum Schutz vor den zahlreichen Angriffen erbaut wurden.  

Sport und Natur verschmelzen in einer spektakulären Umgebung bestehend aus Felsen (Pietra di Finale), Himmel und Meer. Ein absolutes MUSS für Bergkletterer von halb Europa ist  Finale Ligure. Die letzte Neuheit in chronologischer Reihenfolge ist das Varatella-Tal im unmittelbaren Hinterland von Loano und Borghetto Santo Spirito: von 2000 bis 2003 wurden die Wände mit über 200 geschlagenen Griffen für Anfänger ausgestattet und für sehr erfahrene Kletter stehen senkrecht abfallende überhängende Bereiche zur Verfügung. In Westteil Liguriens, Liguria di Ponente kann man je nach Ausrichtung der Wände das ganze Jahr über klettern, aber die besten Jahreszeiten sind der Herbst und der Winter. 

 

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