Liguria |
Liguria di Ponente, der westliche Teil Liguriens, erstreckt sich von Genua bis Ventimiglia und umfasst die Palmenriviera und die Blumenriviera. In diesem 70 km langen Küstenabschnitt eignet sich das Meer hervorragend zum Tauchen: besonders erwähnenswert entlang der Palmenriviera ist die reizvolle Bergeggi-Insel, mitten im Bergeggi-Meeresschutzpark gelegen. Die Insel ist bekannt dafür, dass sie auch Anfängern gute Tauchmöglichkeiten bietet. SANREMO ist die wichtigste Klimastation Italiens. Das Klima ist sehr mild im Winter, mit Temperaturen um die 9°C und im Sommer übersteigt die Quecksilbersäule fast nie die 27°C. Eine Stadt mit optimalen Bedingungen für Kinder, dank des Klimas und der unzähligen Unterhaltungsmöglichkeiten, die dieser Landstrich bietet. Die Stadt ist vom Jugendstil geprägt, davon zeugen die Hotels, die prächtigen Villen und das berühmte Kasino. In der Pigna, der mittelalterlichen Altstadt von San Remo, gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bewundern: Türme und Gebäude aus dem heimischen Stein „Pietra Viva” mit Säulen, behauenen Portalen und Bögen. Sehr beliebt bei den Einheimischen ist der Ciambella-Turm auf der Piazza Eroi. Ausgezeichnete Sportanlagen und ein 18-Loch-Golfplatz garantieren allen, die gerne Aktivurlaub betreiben, Spaß und ein breites Betätigungsfeld. Die kleinen Jachthäfen und Anlegestellen liegen an einer sehr quirligen und grünen Küste, die die ältesten Schätze beherbergt: mittelalterliche Dörfer aus Stein, Wallfahrtskirchen, einzigartige Panoramapunkte und viele Villen, umgeben von Gärten und Parks mit exotischen und jahrhundertealten Pflanzen: zu den bekanntesten zählt die Villa Nobel. Wirklich eindrucksvoll ist die Straße der Gärten der Riviera, ein Radweg, der von Arma di Taggia bis Ospedaletti führt. Der Abschnitt zwischen Sanremo und Arma di Taggia wird sowohl von Radfahrern als auch von Spaziergängern wegen seiner atemberaubenden Aussicht stark frequentiert, denn es ist der einzige Radweg, steil über dem Meer, der mitten durch einen Park führt, der großteils noch völlig unberührt ist.
Folgen wir nun gedanklich dem Wanderweg kommen wir in einen anderen Badeort Laigueglia. Die Stadt ist für ihren Strand, die ruhige Lage als kleines Zentrum und die beeindruckenden Aussichten berühmt. Laigueglia liegt in der „Baia del Sole” (Sonnenbucht), ein geschützter Küstenabschnitt zwischen dem Kap Mele (im Westen) und dem Kap Santa Croce (im Osten). Das ‘Herz’ von Laigueglia ist reich an Geschichte und Tradition und liegt direkt an der Uferpromenade zwischen dem runden Bollwerk, das zur Verteidigung der Stadt errichtet wurde, und der Bootsanlegestelle, mit traumhaftem Ausblick auf die kolossale, wunderschöne Kirche San Matteo im Hintergrund.
Der Bade- und Urlaubsort Loano besitzt ein ausgezeichnetes gemäßigtes und trockenes Klima dank seiner Lage im Golf, geschützt vor den Winden aus dem Norden. Der wunderschöne, mehr als 2 km lange Strand, eine Mischung aus Sand und Kiesaufschüttung, eignet sich hervorragend zum Spielen für Groß und Klein und für Sportaktivitäten jeder Art, angefangen von Beach Volleyball über Surfen, Segeln bis zum Tauchen. Entlang der Promenade führt ein wunderschöner von Palmen flankierter Spazierweg zur Kirche Madonna di Loreto. Beeindruckend ist auch das historische Zentrum mit seinen Bauten, die häufig mit Fresken und Wandfriesen verziert sind, und den Kunsthandwerksläden, in denen typische Produkte und handgefertigte Erzeugnisse angeboten werden. Finale Marina, Finale Pia und Finalborgo sind die Hauptorte des Gemeindegebiets Finale Ligure. Dieser Landstrich ist wegen des „Pietra di Finale" berühmt, ein Gebilde aus Kalksteinklippen, die bis zu 80 Meter hohe, steil aus dem Meer emporragende Wände bilden und somit diesen Teil Liguriens ganzjährig zu einem bevorzugten Klettergebiet machen, denn auch die Winter sind hier sehr mild. Die Wände kann man auf 600 Pfaden auf einer Gesamtlänge von 50 Kilometern erklimmen. Varazze, die letzte Gemeinde in der Provinz Savona bevor man nach Genua kommt, liegt ausgesprochen ideal an der Mündung des Teiro. Sehenswert ist der historische Stadtkern mit den Kunsthandwerksläden und den Adelspalästen. Bemerkenswert sind die Portale aus behauenem Schiefer. In diesem Badeort sind noch die Stadtmauern aus dem 11. Jahrhundert, einige mittelalterliche Türme und die Fassade der alten Pfarrkirche S. Ambrogio erhalten.
Die Riviera di Levante (östlicher Teil der Riviera) erstreckt sich von Genua bis La Spezia, an der Grenze zur Toskana. Frühjahr und Sommer sind die besten Jahreszeiten, um die Schönheit dieses Gebietes wirklich genießen zu können. Die Hochsaison dauert hier normalerweise von Ostern bis Oktober. Hier gibt es viele religiöse Orte zu besichtigen, wie die Kirche Santa Croce, die älteste der Stadt, und die Kirche zum Hl. Georg, der ein Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert angeschlossen ist. Allen, die gemeinsam mit der ganzen Familie die Kultur und die Traditionen der ligurischen Fischer kennenlernen wollen, empfehlen wir den Zusammenschluss der Museen des Meeres, ein Projekt, das von MuMa, der Einrichtung Museen des Meeres und der Schifffahrt in Zusammenarbeit mit der Agentur „In Liguria” gefördert wird. Es handelt sich um 15 Museen, die sich dem Thema Meer und seiner Unterwasserwelt widmen. Empfehlenswert ist die Kinderstadt in Genua, das erste didaktische Zentrum in Italien für Kinder von 2 bis 14 Jahre. Die Gastronomie Liguriens ist sehr abwechslungsreich und ausgewogen und beruht auf Zutaten der mediterranen Küche. Zu den typischen Produkten zählt das D.O.P. Olivenöl „Extravergine" , die hausgemachten Nudeln, wie die Trofie (dünne verdrehte Nudeln) mit Pesto und die Ravioli, die gesalzenen Torten und das Fladenbrot (das bekannteste ist die Sardenaira), der Stockfisch „brand de cujin” und das Kaninchen geschmort in Vermentino. Überall in Ligurien herrscht ein mildes Klima, die vielen sonnigen Tage und die Gestaltung der Landschaft ermöglichen ganzjährig die Ausübung fast jeder Einzel- oder Mannschaftssportart, vom Segeln über Skifahren bis zum Extremsport. Wanderern und Trekkingfans stehen Wanderwege sowohl im Winter (die sich in einigen Berggebieten mit Skialpin und Langlaufen kombinieren lassen) als auch im Frühjahr zur Verfügung. Reiter finden Reitwege mit Panoramablick und Naturpfade höchster Qualität am Höhenweg der ligurischen Berge aber auch viele andere, vor allem im Hinterland, die früher als Verbindungswege zwischen den Dörfern dienten, fernab vom Lärm und der Hektik der Stadt. Begeisterten Radfahrern und Mountainbikern stehen atemberaubende Radwege im Hinterland der Provinz Imperia und entlang der Blumen- und Palmenriviera zur Verfügung.
Es gibt zahlreiche Attraktionen für gewöhnliche Wanderer und Trekkingprofis. Besonders erwähnenswert ist der Höhenweg der ligurischen Berge, der Ventimiglia mit Ceparana verbindet – die beiden Enden der Riviera. Der gut markierte Weg verläuft über 440 km über den ligurischen Berggrat des Appennins. Ligurien bietet auch viele naturwissenschaftlich interessante Gebiete, wie die ligurischen Alpen, der Melogno, die Naturschutzgebiete Finale, Adelasia, Antola, Aveto, die Naturparks Monte Zatta – Bargonasco, Monte Gotterro, Monte Beigua und das Naturschutzgebiet des Vorgebirges von Portofino.
Sport und Natur verschmelzen in einer spektakulären Umgebung bestehend aus Felsen (Pietra di Finale), Himmel und Meer. Ein absolutes MUSS für Bergkletterer von halb Europa ist Finale Ligure. Die letzte Neuheit in chronologischer Reihenfolge ist das Varatella-Tal im unmittelbaren Hinterland von Loano und Borghetto Santo Spirito: von 2000 bis 2003 wurden die Wände mit über 200 geschlagenen Griffen für Anfänger ausgestattet und für sehr erfahrene Kletter stehen senkrecht abfallende überhängende Bereiche zur Verfügung. In Westteil Liguriens, Liguria di Ponente kann man je nach Ausrichtung der Wände das ganze Jahr über klettern, aber die besten Jahreszeiten sind der Herbst und der Winter.
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